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Gästeabend am 31. Mai 2007 "Dan Brown - Fiktion und Realität. Ein Freimaurer nimmt Stellung." |
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Gut besucht war unser Gästeabend, bei dem sich unser vor kurzem zum Meister beförderte Bruder H. L. mit dem Bestsellerautor Dan Brown auseinandersetzte. Zwölf Gäste und ebenso viele Brüder unserer Loge waren gekommen und hörten einen ebenso kurzweiligen wie informativen Vortrag. H. L. schilderte zunächst seinen eigenen Weg zur Freimaurerei, um zu zeigen, dass diese weit weniger spektakulär ist, als in den Werken Browns dargestellt, und auch nichts mit Geheimniskrämerei zu tun hat. An den Beispielen der Illuminaten und des Verhältnisses der Freimaurerei zu der katholischen Kirche in Browns Werken schilderte H. L., dass Brown von historischen Fakten ausgeht und diese in seinen Werken mit verschwörungstheoretischem Hintergrund reißerisch und überspitzt an den Mann bringt. So erziele er zwar hohe Auflagen und sei Millionär geworden, mit der Wirklichkeit hätten die Beststeller aber nicht mehr viel zu tun. Man dürfe die „gute Unterhaltungsliteratur“ nicht für bare Münze nehmen. So stelle Brown den „ewigen Clinch“ der Freimaurerei mit der katholischen Kirche völlig übertrieben dar. Richtig sei allerdings, dass dieses Verhältnis bis Ende des 20. Jahrhunderts schwierig geblieben sei. So habe Kardinal Ratzinger noch 1986 erklärt, dass ein Katholik nicht auch Freimaurer sein dürfe. In der lebhaften Diskussion wurde auf die irreführende Behauptung Browns hingewiesen, dass sich beispielsweise „Sakrileg“ den Stand eines Sachbuchs für sich beanspruchen könne. Während dies manche Diskussionsteilnehmer als gefährlich für den unbedarften Leser einstuften, wiesen andere darauf hin, dass es sich eindeutig um Romane handle und man hier nicht voreilig eine Zensur erwägen solle. (cw)
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