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Gästeabend am 22. Januar: Die 7 Gesetze des Lebens Auf außergwöhnlich große Resonanz stieß unser jüngster Gästeabend, bei dem Constanze Roth einen Vortrag über "Die sieben Gesetze des Lebens" hielt. Unser Meister vom Stuhl, Claus Wiegert, begrüßte mehr als 30 Zuhörer im Logenhaus. Die Referentin gab einen umfassenden Einblick in die hermetische Lehre, eine Philosophie, die aus dem alten Ägypten und Griechenland kommt. Hermetik ist eine spätantike Offenbarungs- und Geheimlehre, die nach dem Götterboten Hermes Trismegistos benannt wurde. Constanze Roth bietet in ihrem Studio Vier Jahreszeiten in Oppenau ganzheitliche Lebensberatung an, die in philosophischer Hinsicht auf der hermetischen Lehre fußt. Schriftliches Hauptwerk der Hermetik ist das 1908 verfasste "Kybalion". Die vielseitig ausgebildete Referentin - sie ist unter anderem beratende Paar- und Familietherapeutin, kinderpsychologische Beraterin und Hospitz-Mentorin - erläuterte nach einem geschichtlichen Exkurs auf die Entstehung der Hermetik um 3700 vor Christus Grundgedanken dieser Philosophie. Ein Ziel der Lehre sei es, die göttlichen Fähigkeiten des Menschen in konkretes Handeln umzusetzen. Ihren Vortrag veranschaulichte Constanze Roth denn auch mit vielen praktischen Beispielen. Es gebe nach dem hermetischen Lehre sieben Prinzipien der Wahrheit: die Prinzipien der Geistigkeit, der Entsprechung/Analogie, der Schwingung, der Polarität, des Rhythmus, von Ursache und Wirkung und des Geschlechts. Die Referentin interpretierte Mekrsätze wie "Alles im All und das All in Allem" an konkreten Beispielen, in diesem Fall an Shakespeare und Hamlet: Letzterer sei sowohl Hamlet, eine eigene Figur, als auch ein Teil Shakespeares - als Idee. Der berühmte Merkspruch "Wie oben, so unten" weise auf das zweite Prinzip, das der Entsprechung, hin. So könne man, wie Constanze Roth sagte, von der Krone eines Baumes auf die Form seines Wurzelwerks schließen, ohne es zu sehen. Im übertragenen Sinne lasse sich entsprechend vom Sichtbaren auf das Unsichtbare schließen. "Nichts ist in Ruhe, alles bewegt sich": Dies sei die Kernaussage des Prinzips der Schwingung. Es gibt drei Ebenen der Schwingung: die materielle, die geistige und die sprituelle. Gleich gelagerte Schwingungen ziehen sich an, betonte die Referention. So sei gute Laune auf einer Feier für Hinzukommende geradezu ansteckend, wie sich auch umgekehrt die gedrückte Stimmung in einer Gruppe auf Außenstehende übertragen könne. Die hermetische Lehre habe auch viel mit Selbstdisziplin zu tun, meinte Constanze Roth. So komme es darauf an, niedrige Schwingungen, die einer niedergedrückten Stimmung entsprechen, in höhere Schwingungen und damit ein positives Lebensgefühl zu verwandeln. Es gelte, so sagte sie zum Prinzip von Ursache und Wirkung, "Spieler zu werden, statt Figur zu sein." Nach dem fast eineinhalbstündigen Vortrag gab es noch eine angeregte Diskussion. (cw)
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