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Bei dem jüngsten Gästeabend der Freimaurerloge Zuflucht im Schwarzwald sprach der Referent, Freimaurer und Mitglied einer benachbarten Loge, über Symbole in der Freimaurerei. Der Historiker ist seit vielen Jahren regelmäßiger Gast der Loge. Symbole in der Freimaurerei, so machte der Referent zunächst deutlich, sind keine Zeichen des alltäglichen Lebens. Grundsätzlich gehören Symbole zum Alltag des Menschen, die freimaurerischen sind allerdings nicht alltäglich. Davidstern, Kreuz und Halbmond sind zwar Symbole aus dem religiösen Bereich, sie gehören aber dennoch zur sehr vielseitigen Symbolwelt der Freimaurer. Der Freimaurer setzt nicht nur auf bloße Zeichen, die Symbole sind ein konkretes Bild für eine dahinter stehende, wahrnehmbare Idee. Bekannteste Symbole der Freimaurer sind Winkelmaß und Zirkel, es sind zwei der symbolischen „drei großen Lichter“ der Freimaurerei. Das dritte ist das „Buch des heiligen Gesetzes“, wobei wiederum die Bibel das Symbol einer Werteskala ist, was für den Freimaurer kein religiöses Symbol bedeutet, sondern als Symbol für Religiosität steht, also für eine religiöse Überzeugung schlechthin. Dazu gehört zum Beispiel das Symbol des „Baumeisters aller Welten“. Das Symbol des allsehenden Auges kommt hinzu. Ein weiteres Charakteristikum ist die gemeinsame Geisteshaltung über Menschen und Völker hinweg, Freimaurerei kennt hier keine Grenzen. Hinzu kommt die reichhaltige Symbolwelt der Steinmetze, hier wird auch an die Vergänglichkeit der Zeit erinnert, an die drei Stufen des symbolischen Tempels der Menschlichkeit mit den Menschen als Bausteinen. Der Referent nannte unter anderem weiter den Akazienzweig, die Rose, das Dreieck und das Schwert als Symbole. Fast ausgestorben sei der Zylinder als Symbol. Dies mache auch deutlich, wie sehr die Symbolwelt sich wandelt. Sie wende sich grundsätzlich, so der Referent weiter, an die innere Erlebniswelt. Die anschließende Diskussion war interessant und vielseitig, in ihr konnte noch manches Missverständnis ausgeräumt werden. (bst)
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